Liliputbahn: Lokomotive D4 wurde umgerüstet

Eine Lokomotive der ganz besonderen Art wurde von den Mitarbeitern der Liliputbahn unter der Leitung von DI Ronald Durstmüller gebaut: Ursprünglich Baujahr 1967, wegen eines Konstruktionsfehlers in den Drehgestellen aber seit 20 Jahren nicht mehr in Betrieb gewesen. Vom Original blieben nur noch der Motor (Deutz Diesel, 4 Zylinder, 4-Takt, luftgekühlt, 3,4 l Hubraum, 26 kW) und die Karosserie. Antrieb, Drehgestelle, Druckluftausrüstung und elektrische Steuerung wurden vollkommen neu gebaut. Der charakteristische Kuppelstangen-Antrieb blieb aber erhalten. Die D 4 ist die erste Lok der Liliputbahn mit Scheibenbremsen und Sicherheitsfahrschaltung (überwacht die Tauglichkeit des Lokführers).
Erstmals wurde auch die Pflanzenölanlage von Beginn an in die Konzeption integriert - also keine gewöhnliche Umrüstung. Kernstück ist der biotrieb-Pflanzenölcomputer, der je nach Temperatur entweder auf Diesel- oder Pflanzenölbetrieb schaltet und vor dem Abstellen des Motors für einen automatisierten Spülvorgang sorgt.
Es handelt sich um ein europaweit einzigartiges Projekt. Hi-Tech auf der Spurweite 381mm.
Danke, dass wir bei diesem Projekt mitwirken durften!
Weitere Infos unter ttp://www.liliputbahn.com  Pflanzenölbetrieb für die Liliputbahn im Wiener Prater

Die traditionelle Liliputbahn im Wiener Prater (http://www.liliputbahn.com) betreibt zwei Dampf- und vier Diesellokomotiven. Letztere werden häufig für Verschubarbeiten, aber auch für Personenbeförderungen eingesetzt, da die edlen Dampfrösser wegen des hohen Arbeitsaufwandes nur bei besonderen Gelegenheiten den Lokschuppen verlassen. Da die betagten Dieselmotoren der Liliput-Lokomotiven emissionsmässig nicht gerade state-of-the-art waren, hat man bei der Liliputbahn nach einer Möglichkeit gesucht, eine ökologischere Betriebsweise zu realisieren. Fündig geworden ist man bei biotrieb und dem Betrieb von Motoren mit reinem, unverstertem Pflanzenöl (Salatöl) wie es die Landwirte mit ihren Ölmühlen gewinnen. Die Motoren wurden im 2-Tank-System umgerüstet, was bedeutet, dass mit Diesel gestartet und auf Pflanzenöl umgeschalten wird, sobald die Betriebstemperatur erreicht ist - in der Regel nach der ersten morgendlichen Runde im Prater. Diese Betriebsweise garantiert auch nach längeren Stehzeiten im Winter problemlose Wieder-Inbetriebnahme und den schonenden Einsatz von gereinigtem Altspeiseöl. Seit einiger Zeit werden die Lokomotiven daher auch mit Altspeiseöl vom Restaurant Luftburg versorgt. Der im Rahmen der Kooperation mit den Restaurantbetrieben Kolarik kostenlos zur Verfügung gestellte Kraftstoff, erlaubt eine Amortisation der Umbaumaßnahmen bereits nach wenigen Jahren. 
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